Ausflüge in die Umgebung


Ausflüge mit dem Auto, Bahn oder Bus empfehlen wir unseren Gästen nach Dessau (Schlösser, Architektur, u.a.), zur Lutherstadt Wittenberg und nach Bad Schmiedeberg (Erlebnisbad "Basso").
Diese Orte sind mit etwas Kondition auch per Fahrrad zu erreichen...

Es folgen Tips für Fahrradtouren in die Umgebung von Oranienbaum. Prinzipiell natürlich auch als Wanderung möglich...

In sämtlichen Fällen ist es ratsam, eine Wanderkarte mit auf den Weg zu nehmen. Die hier gezeigten Kartenausschnitte stammen aus der Karte "(Rad)Wandern - Biosphärenreservat Mittlere Elbe", wir danken dem Elbe-Havel-Stadtplanverlag Magdeburg für die freundliche Genehmigung, Kartenauszüge zur Unterstützung der Texte in unsere Präsentation einzubinden.

Folgende (Rad-)Wandertouren möchten wir unseren Besuchern empfehlen:

folgende Tourenbeschreibungen kommen demnächst hinzu:


Tour 1: Hochkippe Goltewitz

Oranienbaum - Goltewitz - Hochkippe - Tagebaurand Ferropolis - Pabsthaus - Schleesen - Naderkau - Goltewitz - Oranienbaum. (ca. 16km)
Die Tour kann verkürzt werden, wenn man von der Hochkippe aus den Rückweg beginnt...


Der Radwanderweg R1, auch Europawanderweg R1 genannt, führt von Dessau über das Biosphärenreservat nach Oranienbaum. Für einen etwa 3-stündigen Radausflug folgt man diesem Weg weiter in Richtung Osten. Wanderer können sich die Aussicht auf die Halbinsel Ferropolis direkt vom Tagebaurand aus als Ziel nehmen. Als Ausgangspunkt kann dabei beispielsweise der Markt genutzt werden.
Hat man Oranienbaum verlassen, geht es zunächst durch Wiesen und Felder. Dabei wird die alte Grenze vom Herzogtum Anhalt-Dessau und dem Königreich Preußen überschritten. Einige Grenzsteine, als alte Zeitzeugen, sind noch vorhanden. Diese Grenze bildet heute den Beginn des Naturparks "Dübener Heide".


Wir fahren nach Goltewitz, einem alten Bauerndorf, vorbei an der rekonstruierten Kirche. Kurz danach zweigt der Weg in Richtung Jüdenberg nach rechts von der Hauptstraße ab. Nach weiteren 2,5km biegen wir links in den Wald ein und fahren immer am unteren Rand der Hochkippe entlang. Bald kommen wir an eine Kreuzung, wo ein Abzweig zu einem Aussichtspunkt ausgeschildert ist. Der kleine Abstecher lohnt sich! Die Hochkippe hat einen Rundweg, den man wegen den sich bietenden Aussichten abfahren sollte. Man erlebt dabei eine interessante, ungewöhnliche Vegetation. Die Orientierung fällt durch zahlreiche Aussichtspunkte leicht.

Eine Variante ist es, von hier aus über die Hochkippe hinweg den Rückweg nach Goltewitz anzutreten, besonders interessant für Wanderer, die sich eine nicht all zu große Tour vorgenommen haben.

Die Hochkippe liegt etwa 100m über NN und entstand durch den Abbau von Braunkohle des angrenzenden Tagebaus Golpa-Nord. Hier entsteht als Referenzobjekt für die Expo 2000 "Ferropolis - die Stadt aus Eisen" sowie ein Naherholungsgebiet. Die Flutung des Tagebaus beginnt 1999. Vom südwestlichen Ausblick kann man bei guter Sicht den Petersberg bei Halle erblicken. Man sieht Dessau mit den Wäldern der Muldelandschaft. Am nördlichen Ausblick sehen wir im Vordergrund die Dörfer des "Wörlitzer Winkels" mit der Stadt Wörlitz, dem industriellen Gartenreich mit dem ehemaligen Kraftwerk "Elbe" Vockerode und der Elbaue sowie die Städte Coswig und Wittenberg mit den Ausläufern des Flämings. Nah vor uns liegt das Städtchen Oranienbaum.

Vom Aussichtspunkt zurück auf dem "R1" verläßt man auf diesem den Hochkippenrand und gelangt nach einem Pappelwald zum Rand des ehemaligen Tagebaus Golpa. Die Grube selbst ist eingezäunt, aber man hat einen herrlichen Überblick über die Grube und die Halbinsel Ferropolis. Die "Stadt aus Eisen" selbst erreicht man auf der Tour 4, unsere Tour führt weiter am Rand des Tagebaus entlang zum Pabsthaus.

Weiter auf dem Radwanderweg R1 dem Tagebaurand folgend erreicht man bald das Pabsthaus. Es ist das Geburtshaus von Johann Gottfried Galle. Er wurde 1812 als Sohn eines Teerschweelers geboren. Nach dem Besuch der Schule in Radis ging es zum Gymnasium in Wittenberg. Das glänzende Reifezeugnis dieser Schule machte ihm den Weg zur Universität frei. Mathematik und Philosophie studierte er in Berlin. Er wurde einer der bedeutendsten deutschen Astronomen. Im Jahre 1846 entdeckte er den Planeten Neptun. Er erarbeitete ein Kometenverzeichnis, das für alle Sternwarten der Welt von großer Bedeutung ist. Johann Gottfried Galle wurde 99 Jahre alt. Er starb als verdienstvoller Astronom und Gelehrter 1910 in Potsdam.

Das Pabsthaus ist idyllisch gelegen, ringsum von Kiefern und Laubwald umgeben. Wir verabschieden uns mit einem letzen Blick direkt ins Zentrum von Ferropolis und fahren weiter in östlicher Richtung zum Heidehof Schleesen.

Es gibt mehrere Varianten, von Schleesen nach Oranienbaum zurückzugelangen:

  • Etwa 500m innerhalb des Ortes fahren wir links parallel zur Straße in Richtung Oranienbaum durch das Heidedorf Naderkau auf einem Radweg durch ein kleines Waldstück. In Naderkau gibt es einen sehr schönen Dorfgasthof. Hier kann man gut speisen...
  • Durch das Dorf Schleesen gerade hindurch, am Ortsausgang nach links abbiegen. Dort folgt man dem Wanderweg Richtung Oranienbaum
  • Die Fahrstraße entlang über Naderkau und Goltewitz



R1 hinter Goltewitz


Abzweig auf die Hochkippe


auch "oben" gibts Wegweiser


Picknick mit prima Aussicht


Auch Richtung Norden weite Aussicht


Interessante Vegetation auf der Hochkippe



Blick nach Ferropolis


©2006. Stadtinformation Oranienbaum